Music Controls / Musik Kontrolle

 
 


 

Der Reisebericht ist leider noch nicht fertig......
bitte später noch mal auf dieser Seite vorbeischauen
Wenn Sie die Bilder anschauen wollen.... dann kann man das hier

The Trip Report is not ready yet....
please check in again soon to check for progress.
If you want to look at the pictures from the trip.... go here


 

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Baumwollschlüpfer am Halm - Cotton Nickers on the Vine

Califonia's Central Valley / Das Zentraltal von Kalifornien

Schon morgens um Sieben ging es an einem Freitag los. Wir fuhren gegen den normalen Berufsverkehr und haben uns gefreut daß wir nicht in der Gegenrichtung im so üblichen Stau standen. Draußen war es recht kühl, ein kaltes Tiefdruckgebiet war von Alaska her reingerauscht und hat uns für diese Novemberjahreszeit ungewöhnlich kalte Temperaturen beschert; aber die Heizung im Auto funktionierte gut und wir wussten daß unsere Katzen zu Hause schon ihre dicken Winterpelzmäntel anhatten. Auch hatten wir genügen warme Kleidung mit, denn obwohl es in die Wüste gehen sollte, wussten wir doch daß es in Santa Fe und Taos recht schattig sein wird, weil diese Orte ziemlich hoch auf dem Plateau liegen.
We started our trip early (7am) in the morning on a Friday. And after a few minutes we were really glad that we driving against the normal commute direction because we saw the other poor souls as they stood angrily in the usual stop-and-go traffic snarls. The outside temperatures were rather chilly this morning because an Alaskan low pressure system decided to visit us unusually early for this time of the year; but the heat in our car functioned adequately, and we knew that our kiddies at home had already grown their thick winter coats. We also packed enough warm clothing since we knew that it could and probably would be cold in the desert, especially at the high altitude of Santa Fe and Taos.
Nach etwa einer Stunde Fahrt, erreichten wir ein bekanntes Restaurant am Wegesrand, und da wir nach so unendlich langer Reise schon mächtig ausgetrocknet waren (die schnelle Tasse Kaffee vor unserer Abreise hielt nicht lange vor). Also nichts wie rein in das Frühstücksrestaurant, eine heiße (wenn auch dünnliche) Tasse Kaffee geschlürft und dazu ein kräftiges amerikanisches Frühstück bestellt. Schinken und Spiegeleier, dazu Hash Browns (das sind eine Kartofellpuffer-Bratkartoffel-Kreuzung), dazu zwei Schnitten Toast, und jede Menge Nachfüllen des Dünnkaffees. Danach ging es uns dann entschieden besser. Und nachdem wir die örtlichen Örtlichkeiten inspiziert hatten (ja, der Dünnkaffee), ging es weiter durch die Hügel zum großen kalifornischen Zentraltal und der schnurgeraden Interstate Autobahn Numero 5.
After only about one hour of not so very strenuous travel, we stopped at a well-known roadside restaurants in the hills. We urgently needed to have another cup of coffee (the quick cup of hot Java before our departure wore off soon after we left and it was time to take on more sustenance for the day ahead). So, in we went into the breakfast place for another cuppa of thin commercial brew from the drip machine, and for a good American breakfast consisting of bacon and sausages with fried eggs and hash browns. And after having numerous refills and a trip to the restroom to make room for even more refills, we were sufficiently strengthened and drove on over the hills to the big Central Valley of California and interstate highway number 5.
Automatische Geschwindigkeitskontrolle ist doch eine wunderschöne Sache wenn man lange und gerade Strecken fährt. Man kann so beim Fahren sich etwas die Füße vertreten (in den Speisewagen gehen und etwas Naschen, oder gar ein kleines Nickerchen halten - aber jetzt träume ich wohl etwas, denn soweit ist diese Automatik doch noch nicht). Aber auf jeden Fall kann man den Fuß vom Gas nehmen und mit den Zehen ein wenig Gymnastik betreiben; das fördert die Durchblutung und außerdem schlafen die Quanten so nicht ein. --- Hier im Zentraltal von Kalifornien wächst ja wirklich fast alles. Die Landwirtschaft, das ist in Kalifornien die Hauptindustrie und Haupteinnahmequelle, ist so wichtig hier, daß man eine Kontrolle hat wenn man in den Staat Kalifornien von anderen US-Staaten hineinfährt. Das passen die ganz genau auf daß man ja keine Pflanzenungeziefer oder andere Schädlinge mitbringt und diese wichtige Landwirtschaft damit in Gefahr bringt. Ich hab ja schon von den amtlichen Beagelhunden des Landwirtschaftsministerium erzählt die hier an kalifornischen Flughäfen nicht nach Drogen sondern nach Möhren schnüffeln. (Hatt Tu Möhren? - dann wirst Du hier gleich in Ketten abgeführt. Schlechte Zeiten für Bugs Bunny).
Cruise Control is a wonderful thing, especially on long straight stretches of Western highways. The driver can rest his feet (he could even wander off to the dining car for a snack, or to take a little well deserved nap, - but I think now I am just a tad ahead of our times, these automatic speed controls aren't quite that sophisticated, though I wished they were). In any case it is nice when one can relax ones feet a little and take them off the accelerator to engage in some fancy toe-gymnastics, which are good for the circulation and also to prevent the feet from falling asleep. --- Here in the Central Valley of California almost any agricultural plant on the books can be found growing in the ground. Agriculture remains California's industry number one and is so very important here that there is a border control checkpoint when you California from any other state in the union. They are rather strict in preventing plant diseases or pest to enter California. They employ little but very fierce looking beagle hounds which aren't looking for contraband or drugs, but that thoroughly sniff every car or any airline passengers luggage as they enter into the golden state, and if one doesn't watch it, one could be in deep legal yogurt indeed (that of course can only be doodoo that is California grown and certified).
Für eine Weile fuhren wir an weiten Feldern vorbei auf denen niedrige und vertrocknet braun aussehende Büsche standen. Und am Feldrand sahen wir lange Reihen von riesige weiße Quadern stehen, diese Kisten waren so an die 6 m lang und vielleicht 2 m hoch und passten genau auf einen Laster drauf. Es dauerte eine Weile bis wir die kleinen weißen Wattebauschreste an den Büschen bemerkten, und dann dämmerte es uns: Hier handelt es sich um „T-Shirt am Halm" und diese Felder waren abgeerntete Baumwollplantagen. Diese Kisten waren die komprimierten Pakete feiner Baumwollschlüpfer (in Rohform) die auf ihren Abtransport in die Spinnerei warteten. - Ja hier im Zentraltal hat man die Wüste (was es geographich gesehen ist) dank langer Bewässerungsgräben in einen blühenden Garten verwandelt. Das Wasser ist natürlich ein großes Problem hier, denn die urbanen Gegenden wie Los Angeles und San Francisco streiten sich dauernd mit den Bauern wegen der Wasserrechte.
For a while we paralleled vast fields with low growing rather brown and dry looking bushes, and at the edge of these fields stood long rows of curious giant white boxes, these containers measured about 18 feet by 6 feet, just enough to fit comfortably onto a truck bed. It took us a while till be saw the remnants of the little white fluffy stuff that was still hanging from the plants, and then our pennies dropped and rolled into the fields: these were "T-shirts on the Vine" and these acres were harvested cotton fields. The boxes were the compressed bolls of cotton waiting to be transformed to the spinning plants to be transformed into nickers. - Well, here in the central valley the people have transformed the desert (that what it really is geographically) into a blooming garden, and all that due to elaborate watering projects and canals that criss-cross the entire area. Water is a major problem in these parts of the state, the big urban areas like L.A. or San Francisco are in a constant tug of war with the farmers over the rights to pump the waters to their respective places.
Ein Stückchen weiter fuhren wir an Walnuß- und dann an Pistazienhainen vorbei. Es gab Kopfsalat zu betrachten, und dann zur Abwechslung etwas abgeerntete Reisfelder. Und in der Nähe von „Kettleman City" drang ein penetranter Uringeruch in´s Innere unseres Wagen. Der Name dieses Ortes sollte "Cattleman" heißen, denn hier hatten die Stiere und Ochsen (mehrere Hundert, vielleicht Tausende davon) gleich neben der Autobahn ihr zu Hause, und ohne diese Nasenbelästigung gibt es nun mal keine Hamburger und saftige Steaks. Für die Fleischeslust muß man als Vorbeifahrer dann für ein zwei Meilen ein wenig leiden (und das trotz raufgekurbelten Wagenfenster).
A little down the road we traveled along walnut and pistachio groves. Then it was salad that we passed, and later, for a change, we paralleled some harvested rice paddies. And then near "Kettleman City" we noticed the pungent and rather musky small of steers. Here right next to the freeway were several hundred (maybe thousands) of "Hamburgers and juicy steaks fresh on the hoof" penned into corals; and even with the car windows rolled up tight, our nostrils couldn't help but smelling urine in the air. Well, for these carnal desires one had to suffer odiferously for a few miles.
Ein Stück weiter in Richtung Süden (das war in der Nähe der Stadt Taft) sahen wir einige der vielen kalifornischen Ölquellen. Die Pumpen wippten behaglich auf den jetzt braunen Wiesen und förderten eifrig den schwarzen klebrigen Saft nach oben, ohne den unsere Autos nicht sehr weit kommen würden. Man vergißt ja leicht das dieser Staat einen nicht unerheblichen Teil seiner Energie selber fördert. --- Hier etwa 200km nördlich von Los Angeles war schon Südkalifornien, hier wuchsen dann auch in üppig grünen Hainen die Orangen und Zitronen an den Bäumen. Bei uns im Norden wachsen die zwar auch noch in den Vorgärten, und wir haben einen schönen Apfelsinenbaum im Vorgarten (Hmmm, der macht herrlichen Saft), aber um das kommerziell zu betreiben braucht man doch die zusätzliche Wärme die es hier in Südkalifornien gibt. Unser Staat ist halt ein sehr vielfältige und interessante Gegend.
A little further down toward the South (near the town of Taft) we detected some of the many Californian oil wells. These pumps happily bobbed up and down in the now brown meadows, producing busily the black sticky juice without which our cars wouldn't run very far at all. One easily forgets that this state pumps a good deal of their energy consumption right out of its own grounds. --- Here in Southern California, we were now about 120 Miles North of Los Angeles, they grow oranges and lemons commercially, and we passed many lush green citrus plantations. At home in Northern California we do have them in our front and back yards (our orange tree makes excellent juice), but the climate for citrus it isn't quite warm enough to grow them on a large scale like the do here In the South. Well, this golden state of California has many things to offer, an interesting place to live, that's for sure.
Kurz vor Los Angeles gab es dann einen ziemlich hohen Pass, den Tajon ("j" wird im spanischen wie "h" ausgesprochen), zu erklettern. Aber man hatte mit der Weile die Autobahn 8-spurig ausgebaut, so daß die langsamen, Dieselqualm spuckenden, Laster leicht überholt werden konnten. Und einmal oben, ging die Achterbahnfahrt auf der Interstate Autobahn Nummer 5 wieder runter nach L.A. hinein. Unten angekommen gab es gleich einen richtigen Vergnügungpark mit richtigen Achterbahnen beim "Magic Mountain - Six Flaggs" zu bewundern. Das Straßenvergnügen war hat uns aber gereicht und wir hatten keine Lust uns für teures Geld schwindlig zu machen, zumal der Verkehr langsam immer mehr zunahm und es einem beim dauernden Stop und Go ganz natürlich schlecht wurde. --- Weiter ging es dann durch Pasadena in Richtung San Bernardino. Jetzt war der Verkeht so richtig dick, dabei waren es gerade mal 1:30 am Nachmittag. Die Commuter Spuren, wo man nur mit mindestens zwei Leuten im Auto fahren darf, sind hier den ganzen Tag über in Kraft und nicht wie bei uns zu Hause auf die Hauptverkehrszeiten beschränkt. An einer Stelle mussten wir auch für eine ganze Weile im Stau sitzen, weil an einer Autobahnkreuzung, unbedingt eine Spur verengt werden musste wegen Baustelle. Wir fuhren sehr nah an den Bergen die Los Angeles nach Norden hin umgeben entlang. Palmen und Fichten säumten die Autobahn, und natürlich Bebauung jeglicher Art; hier wird jeder Quadratzentimeter Boden für sehr teures Geld an Wohnungssuchende und an junge Industriegebiete verscheuert. Hier geht eine Ortschaft nahtlos in die andere über. --- Naja, es dauerte dann aber doch nicht allzulange und die Landschaft änderte sich. Wir hatten den Rand der Wüste erreicht, der Mojave Wüste (gesprochen Mohave).
Just ahead of L.A. we had to climb a rather steep pass, the "Tajon" (pronounce in the Spanish way: "Tahon"). The freeway builders went wild and paved 8 lanes in all up the mountain, so it was no problem to pass the slow crawling trucks that were belching copious amounts of diesel fumes. High on the top of the pass we started the roller coaster ride down into the metropolis of Los Angeles. When we arrived at the bottom of the hill, we passed a real life roller coaster amusement park called "Magic Mountain / Six Flaggs"; but we decided that the pleasure of this windy mountain road was enough thrill to make us dizzy, especially since now the traffic had picked up considerably and the stop-and-go slow crawl made us feel sick without having to pay for the privilege. --- Onward we pushed for Pasadena, and then toward San Bernardino. Now the traffic was really heavy, and it was only 1:30 in the afternoon on a Friday. The commuter lanes with a minimum of two people per car, when they had them at all, were in effect the entire day here (in the San Francisco area, the are only enforced during the morning and afternoon rush hours). At one point we spent very considerable time in a traffic jam, because of some lane reduction due to roadwork. In general we bypassed down town L.A. to the North and later we pushed Eastward. We hugged the hills of Pasadena and enjoyed the green of the palm trees and the pines that were planted here. This area was heavily built up, house upon house, interspersed with large and small shopping malls, and an occasional industrial park. Here the city and town run into each without much separation. --- But it did not take too long after crossing the see of houses that we reached the edge of the desert, the Mojave desert.
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Ja, wo sind denn die Stachelkakse? -
Wanted: Cactus - but unshaven please!
Die Mojave Wüste - The Mojave Desert
Die Landschaft änderte sich langsam, es dünnte sich aus. Dann wurden die Büsche immer kleiner und karger, und schließlich taten sich zwischen den paar Büschen immer größere Odflächen auf. "Sagebrush" ist eines der Büsche die sich besonders an das trockene Wüstenklima gewöhnt hatten, und wenn mal ein wenig ein Lüftchen ging, dann rollten die bekannten "Tumbleweeds" über die Landschaft, die kennt man ja gut aus den Wild-West-Filmen der früheren Jahre. (Dieses Tumbleweed ist übrigens nach hierher importiert worden, es ist eigentlich eine Pflanze die in Sibirien zu Hause ist; so erzählt mir Una [das ist mein Frauchen] die rein pflanzlich gesehen eine Menge auf dem Gewächshauskasten hat). - Bald gab es grünes Gras nur noch da wo auch eine künstliche Bewässerung vorhanden war. Plötzlich tauchte ein Schild an der Autobahn auf und tat uns kundt daß wir gerade die Meereshöhe erreicht hätten, aber außer Öde gab es nichts zu sehen. Ein paar Meilen weiter ein anderes Schild meldete daß wir uns jetzt unter dem Meeresspiegel befänden, wir haben schnell die Fenster hochgekurbelt und die Tauchermasken übergestülpt.
Slowly the scenery changed, it became vaster and thinner. Then the spaces between the small and spindly bushes grew wider and wider, and the earth between the few bushes turned to packed stone or loose sand. "Sagebrush" is one of the few plants that thrive in this dry desert climate, and when there is a little breeze the famous "Tumbleweed" roll across the landscape and the roads. (This tumbleweed isn't even a native of California, but was imported from Siberia, that is what Una (my wife) tells me, and she know a lot about growing salads and herbs, and Sage fall in to one or both of these categories). - Soon anything remotely green looking had to be artificially irrigated somehow. And suddenly we found a road sign indicating that we are now exactly at sea level, but looking about we couldn't see anything but vast nothing. A few miles down the road another sign told us that now we were driving several feet below sea level, and we, to be on the save side, closed all car windows and donned our diving masks.
Wenn man so die Landschaft hier betrachtet, dann sieht man wirklich sehr viel Nichts hier. Und damit man das viele Nicht nicht klaut hat die Autobahnbehörde einen Stacheldrahtzaun entlang der Betonpiste gebaut; man konnte also nicht mal kurz anhalten und die Wüste betreten. Auch läuft die Autobahn hier öfters über sehr niedrige Brückchen. Das war zuerst etwas verwunderlich, aber dann merkten wir daß dies ausgetrochnete breite Bachbetten sind und wir erinnerten uns an die Berichte von den "Flash Floods", den Springfluten, die es hier nach heftigen Regengüssen öfters gibt, und damit die Autobahn nicht wegschwimmt, haben die hier eifrig überbrückt und für Drenage gesorgt. -- Am einer Stelle haben wir auch ein anderes eigenartiges Schild gesehen, es war an einer Ausweichstelle wo man für den Kühler des Wages etwas Wasser fassen konnte (auch ne gute Idee wenn einem der Wagen in der Wüste mal überkocht), also hier war ein Schild daß man sich vor den Bienen in Acht nehmen solle. Hier in diesem trockenen Gebiet gibt es anscheinend so wenig Wasser daß Bienen richtig aggressiv werden und ihre paar Wasserquelle (die Dank der lieben Autobahnverwaltung hier angebracht wurde), eifrig und wie wild verteidigen. Vielleicht hatte diese Warnung aber auch etwas mit den "Killer Bienen" zu tun. Ihr habt vielleicht davon gelesen, aber vor einiger Zeit sind irgendwo in Brasilien ein Kreuzung aus afrikanischen Bienen und europäischen Honigbienen aus einem Labor ausgebrochen, und irgendwie hat sich diese Mischung als extrem angriffslustig herausgestellt. Wenn diese Bienen stechen dann tun die das gleich massenweise, und es hat viele Todesopfer gegeben die hunderte Bienenstiche nicht überlebten. Naja, und diese entwichenen Bienen haben sich langsam über die Jahre von Brasilien aus durch Südamerika und dann Mittelamerika vermehrt und sind vor etwa 3 Jahre an der U.S.-Mexikanischen Grenze (ohne gültigen Paß) angekommen. Und jetzt hat man auch in Südkalifornien schon die ersten Todesopfer zu beklagen. Man versucht die Viecher zwar mit Chemikalien zu bekämpfen, aber die Landschaft ist so riesig und unkontrollierbar hier, das diese Honigterroristen wahrscheinlich ein ständiger, wenn auch unbeliebter Gast, in Kalifornien bleiben werden). Jetzt aber genug dieses Imkervortrages. Weiter geht´s.....
Looking out over this landscape, the predominate feature here is in deed much nothing. And so that this nothing is not stolen, the dilligend freeway department did build long fences with barbed wires next to the pavement; one couldn't even stop to walk a little desert ground here. Remarkable is also that the freeway often runs over low bridges. First we didn't quite know what to make of that, but then we noticed the many dry creek beds dotting the desert, and we remembered the news reports of dangerous "flash floods" when within minutes a desert creek can turn into a raging torrent washing a way what's in its way. That was the reason the roadway was partially put on stilts and low bridges, to drain the desert. -- At another spot we noticed an unusual caution sign (it was at a place where the highway department wisely provided a tank with water for desert motorists to top off their car's cooling systems), the sign read: "Mind the Bees!". Apparently water is so scarce here that these insects are becoming furiously territorial and aggressive in defending one of the few and precious water supplies that are (thanks to the highway department) available out here. - Or, maybe this warning pertains to the infamous "killer bee" that are now invading Southern California. You may have heard of the problem, some scientists in Brazil crossed some European honeybees with some African bees, and the resulting hybrids turned out so extremely aggressive that they became a danger to humans. Well, as it had to come, these bees somehow escaped the laboratory and over the past two decades slowly propagated their way from Brazil up north through all of South America and into Central America and Mexico. And finally a few years back (about 1997) they arrived at the Californian border (with fully packed suitcase but without valid passports). Of course these bees cannot really be stopped; and now we have to live with these genetically engineered aberrations, even though the state is trying various chemicals on their nest when they can be found. What makes these honey-terrorists so very dangerous is the fact that they sting by the hundreds, and that even a grown and healthy man can barely survive, any elderly or young person might die (and frequently does) die from the stings. About a dozen people a year now die from these insects in California. - But enough of this..... Let's move on.
Auf unserer Fahrt durch die Wüste hier haben wir schon eifrig nach den berühmten Kakteen gesucht, aber außer ein paar Reklametafeln haben diese stacheligen Kerls sich hier auf der kalifornischen Seite anscheinend ausgeprochen gut versteckt. Naja, nach einer Weile taten uns dann die Äuglein weh vom suchen, und außerdem senkte sich die Sonne hinter uns dem Ozean zu (wir fuhren jetzt schurgerade nach Osten); es war also Zeit uns ein Kopfkissen für die Nacht zu suchen. Für den heutigen Tag hatten wir uns eigentlich kein besonderes Etappenziel gesetzt, wir wollten durch Los Angeles durch, aber danach konnten wir trödeln. In Phoenix wollten wir Una´s Bruder besuchen, aber wir waren erst für morgen abend dort angesagt. Wir sind dann doch noch bis zur Grenze zwischen Kalifornien und Arizona durchgefahren, denn Hotels sind in der Wüste etwas knapp, und wir wussten daß die kleine Stadt Blythe (Dank der vielen Reklametafeln für Hotels und Restaurants) uns wahrscheinlich eine Herberge bieten konnte. So haben wir auch schnell ein Zimmerchen in einem Holiday Inn bekommen und konnten uns von unserem ersten Tag der Reise ausruhen. Im Fernsehen gab es U.S. Wahl, aber uns wurde schnell übel davon, und so haben wir uns etwas zu Essen gesucht. - Na, das war nicht ganz so einfach hier draußen wo, wie es die deutsch-amerikanische Dichterin Gertrude Stein einmal gesagt hat, das "ist nicht viel hier hier". Einen Restaurnatführer gab es im Hotel nicht, das war schon mal etwas ominös, aber ich habe mir dann einfach das Telefonbuch geschnappt, und mal nachgeschlagen, also es gab ein paar McDonalds-artige Schnellrestaurants und wir beide haben nur mit dem Kopf geschüttelt, dann habe ich ein mexianisches Restaurant gefunden, Eureka!
During our trip through the Californian desert we already looked carefully for any of the famous cacti, but except for a few garish advertisements, we were unable to spot any of these prickly friends; they must be hiding really well. Well, after a while our eyes got tired from the search, and the sun was sinking behind the mountains in our back (we were heading East); so we thought it time to look for a pillow for the night. We didn't have a destination for this first day of our trip, just to get through Los Angeles, but then we could stop anytime we felt like it. We wanted to visit Una's brother in Phoenix, be we weren't expected there till the evening of the next day. So, when we approached the border between California and Arizona, and the billboards for the little town of Blythe advertised several hotels, we called it a day and checked ourselves into a Holiday Inn to rest. The U.S. election of 2000 was still raging through the TV-channels, but we soon got sick of it, so we directed out thoughts toward dinner. - Hmm, this turned out to be a little difficult, the hotel clerk could only direct us to some franchised fast-food place across the street, but we declined the rubber hamburgers; to quote Gertrude Stein, "there wasn't much there there"; -- so, back in the room I checked the locale phonebook (they even had yellow pages) and we found a small Mexican restaurant. Eureka!
Um das Restaurant zu finden mußten wir erst mal durch den Ort fahren, und das war schon sehr aufschlußreich. Blythe liegt am Coloradofluß der hier die Grenze nach Arizona bildet. Es ist eine ältere Gemeinde und viele der alten Häuser an der kurzen Hauptstraße sind jetzt mit Sperrholzplatten zugenagelt. Geschäfte gibt es kaum, ein kleiner Supermarkt, ein Autoersatzteilhändler, und an der Autobahn ein paar Tankstellen und zwei oder drei Hotels, das ist auch schon alles. Das mexikanische Restaurant was ich aus dem Telefonbuch ausgesucht habe, war ein kleines Gebäude in einer schmuddeligen Nebenstraße gelegen. Ein paar Bänke mit Plastikpolster, ein paar Tische mit Resopal, und Plastik Becher in denen das Wasser oder das Bier serviert wurde. Die Speisekarte war schon etwas zerfläddert, aber der Laden war recht voll mit Leuten die eifrig am futtern waren. Als wir haben unsere Abenteurermine aufgezogen und mutig in eine der Kojen gesetzt. Ach, das mexikanische Bier hat herrlich geschmeckt, selbst wenn wir nicht mit dem Esel auf der staubigen Landstraße sondern im klimatisierten Auto über den Interstate Highway hierher kamen. Die Auswahl an Gerichten war zwar bescheiden, aber das Essen hat ganz prima geschmeckt. Die Portionen waren reichlich und sehr sättigen, mir hat der Püree aus schwarzen Bohnen besonders gemundet, und Una war mit ihrer Bestellung auch zufrieden. Es war zwar nicht Haute Cuisine, aber gute mexikanische Kleinstadtkost. Und als die Rechnung kam, da merkten wir wirklich daß wir hier auf dem etwas deprimierten Land getafelt hatten. Es war erfrischend billig. -- Schnell im Supermarkt noch ein paar Dosen Bier (Flaschen gab´s nicht) gekauft, und ab in die Betten. Morgen geht es in den U.S. Staat Arizone, ob die wohl kalifornische Dollars nehmen. Wir werden sehen --- Buenos Noches Ihr Lieben!
To find the little restaurant we had to drive through the town, and that was rather illuminating. Blythe is on the Colorado River, which marks the border between California and Arizona here. It is an older community and many of the houses and shops on Main Street are boarded up. Very few businesses are still open, there is a little supermarket, a auto parts dealer, a few gas stations, and two or three hotels next to the freeway exits, that's about it. The restaurant I picked out of the phone book was in a small building in a dilapidated side street. There were a few booths with plastic cushions, a few tables with Formica tops, and the water glasses on the tables were also made of plastic. The menu was small and looked a little frayed, but the place was pretty full with patrons that seemed to enjoy the food. So we put on our adventurous looks and sat down in one of the booth. We ordered a Mexican beer, and aahhhhhhh that was grand and hit the spot, even though we didn't travel a dusty road with a donkey and a chart, but instead came by climate-controlled motorcar on a smooth freeway. The selection of dishes was modest, but the food was very good and the portions were enormous and filling. I liked the back bean purée especially, and Una also enjoyed her meal. It wasn't "Haute Cuisine" but good ol' Mexican small-town-cooking. And when the bill came, we both noticed that this must be a very depressed area, because it was refreshingly cheap. -- After dinner we bought a few cans beer (they didn't carry bottles) at the supermarket and retired for the night. Tomorrow we will enter the U.S. state of Arizona, and we wondered if they would accept Californian currency. We'll see. ---- Buenos Noches to you all!
Am Morgen, wir hatten uns im Frühstücksrestaurant einen Teller Eier und Speck mit Bratkartoffeln bestellt, bekamen wir neben dem üblichen Tomatenketsup auch eine Flasche grüner Tabasco-Sauce, und bevor wir wussten was wir taten hatten wir ein paar Tropfen dieses Saftes auf unserem Ei. Hmmm, das schmeckte sehr, sehr gut, und war nicht einmal superscharf. Der grüne Tabasco ist nicht ganz so scharf wie der rote, hat aber einen schönen Paprikageschmack. --- Frisch gestärkt ging es dann wieder auf die Reise. Nach nur ein paar hundert Meters überquerten wir den Colorado Fluß, und das große Schild mit der strahlenden Sonne (dem Wappensymbol von Arizona) begrüßte uns in diesem Wüstenstaat. Und wir waren noch keine Meile auf der anderen Seite des Grenzflusses da sahen wir auch schon den ersten typischen Kaktus. Er stand ganz stolz, zwar etwas angefressen von Vögeln, gleich an der Autobahn. Und ein Stückchen weiter standen noch anderen dieser ranken Kerls rum. Es dauerte dann auch garnicht lange und ich konnte eine Abfahrt runter fahren, und ich habe diese Gelegenheit gleich genutzt um das Auto abzustellen und ein paar Meter über den steinigen Wüstenboden zu laufen um einen dieser herrlich stachligen Geschöpfe zu photographieren. Diese Saguarokakteen sind das Nationalsymbol von Arizona, man kann ihn sogar auf den Autonummern wachsen sehen. Aber scheinbar sind diese Wüstenpflanzen im Nachbarstaat Kalifornien nicht erwünscht oder nicht erlaubt denn es gab keine da. Na so was.


Wüstensonne über Arizone - Desert Sun over Arizona

The next morning at breakfast when we ordered eggs and bacon, there was besides the usual catsup also a bottle of green tabasco sauce, and before we knew it, we had dribbled a generous amount of this juice over our fried eggs.  Hmmm, that was delicious and not even extremely hot.  The green Tabasco is not quite as hot as the red variety, but it has a nice peppery taste. --- Thusly fortified we continued our journey.  After only a few hundred yards we crossed the Colorado River, and a huge sign with a golden Star in the middle of a yellow and red sunburst told us that we entered the state of Arizona. And then all of a sudden, not even a mile after the border, we saw the very first of the so typical cacti that Arizona is so famous for.  It stood proud and a little eaten up by some birds right next to the freeway.  A little down the road there were more, and soon there was an off ramp and I used this opportunity to drive a few hundred yards into the desert to take a picture of one of these fine prickly fellows.  These Saguaro cacti are the national symbol of Arizona, they even put one them onto their license plates.  But seemingly these wonderful plants are not welcome in California, since none of them was to be seen on the Western side of the border. Curious.
Und weiter ging unsere Reise durch diese öde Landschaft. Der Boden hier war meist sehr steinig, und zuweilen auch mit Lavabroken verschönert. Dazwischen gab es diese herrlichen Kakteen die einzeln oder in kleinen Gruppen rumstanden. Die Landschaft bestand auf weiten Ebenen die durch wilde und sehr zackig aussehenden Bergketten unterbrochen wurde. Diese Gebirge waren alle sehr kahl, denn kein Baum oder Strauch konnte hier im trockenen Fels fassen. - Nach ein paar Meilen, aber wir waren noch gut 1 1/2 Stunden von Phoenix weg, sahen wir ein Schild an einer Abfahrt, zur 422nd Street: Es war eine Sandpiste mit zwei Fertighäusern die hier in die triste Landschaft führte. Aber 422. Straße, - das war wirklich etwas großklotzig, meint Ihr nicht auch. Später kamen dann noch mehrere solcher Straßenschilder in Mitten der Wüste. Die Nummern wurden langsam kleiner, und als wir die ersten Vororte von Phoenix erreichten merkten wir daß dieses Nummerierungssystem vom Stadtcentrum der Landeshauptstadt ausging. Die Phoenixer hatten wohl die Absicht all dieses Wüstengeröll bis hin zur 200km entfernten Grenze nach Kalifornien schleunigs einzugemeinden; vielleichten brauchten die hier einen extra großen 900 Loch Golfplatz. Naja, man darf ja träumen!
And onward we drove through this landscape of emptiness. The ground was usually stony, and at times covered with lava debris. Interspersed were these magnificent cacti, either standing proudly alone, or gathering in small groups. The flat terrain that spread before us was frames by wild and ragged mountain ranges in the distance. The mountains were devoid of greenery, no shrub or tree was able to get a foothold on this barren land. - After a few miles, we were about an hour and a half outside of Phoenix, we spotted a sign telling us that the next exit belongs to the 422nd "Street. It was a little dirt road that flanked by two manufactured homes; but to call this 422nd Street that sounded rather pompous, don't you think! Later we saw more desert lanes with carried this numbering system, and as we approached the outskirts of Phoenix the numbering decreased, and one assumes that the grid of the capital city of Arizona stretches all the way out into the desert. The good people of Phoenix probably wanted to annex all the space to the California border, that's why they imposed the street numbering grid onto all the surrounding areas; maybe they were planning an especially large 900 hole golf course out here? Well, they are entitled to their dreams too.
Jetzt erreichten wir die Großstadt von Phoenix (über eine Million Einwohner). Dieser Ort ist in den letzten beiden Jahrzehnten unheimlich gewachsen, denn wegen dem milden Klima im Winter, hat es viele Leute aus dem kalten Norden der U.S.A. hierher gezogen. Auch ist diese Gegend von mehreren Hochtechnologyfirmen entdeckt worden und das hat auch einen Boom erzeugt. - Na, die milden Wintertemperaturen lasse ich mir ja noch gefallen, aber die brut-heiße Sommersglut, auf die kann ich gut verzichten. --- Wir wollten Una's Bruder besuchen, der hier seit einen Jahr wohnt, und deshalb mussten wir die 7. Straße in Downtown Phoenix finden. Aber das wurde uns etwas erschwert weil heute, an einem Samstag, die ganze Autobahn wegen Bauarbeiten in einem Tunnel, vollständig gesperrt war und wir, ohne Umleitungsschilder, auf Stadtstraßen dirigiert wurden. So tuckerten wir also von Ampel zu Ampel in dem sehr heftigen Stadtverkehr und versuchten an Hand einer klitzekleinen Landkarte, es war ein Ausschnitt in einer großen Arizona Karte, zu navigieren. In den meisten amerikanischen Städten ist das nicht sehr schwer, denn die Straßen sind nummeriert, und die Straße 1 ist meist im Stadtzentrum. Nur hier in Phoenix war man so weise und hat auf der rechten Seite alle Straßen "Street" genannt und auf der linken Seite der Stadt alle Straßen "Avenue", und dann wurden die, wie schon erwähnt, bis zum geht nicht mehr durchnummeriert. Unser Problem war nur wir wussten nicht mehr ob der Bruder in der 7. Straße oder der 7. Avenue wohnt. Wir hatten eine 50-50 Chance und es hat alles gut geklappt.
Now we had reached the large city of Phoenix (over 1,000,000 population). This community has grown tremendously in the past decades, the mild climate is very attracted, and many of the snowbirds from the Northern States are drawn to live during the winter months down here. This area was also discovered by high technology and many companies moves down here to make use of the talent and work pool in this city. Phoenix is booming. - Well, the mild Winters I would enjoy here, but the murderously hot summer days, that I easily can do without. --- We wanted to visit Una's brother, who moved here about a year ago, and therefore we had to find the 7th Street in downtown Phoenix. What made this search a little tricky was the fact that the freeway was entirely closed off because of building in a tunnel, and that all traffic was, without the aid of detour sign, just routed onto city streets. So, here we were, doing stop and go in very heavy traffic from red light to next traffic light. Luckily we had a small city map (an insert of the large Arizona map) and we could navigate our way through the city streets. In most American cities the grid system is pretty easy to follow with street number 1 being in the center. Here in Phoenix the city planners put the "streets" to the left and the "avenues" to the right of city hall. Our problem was, we didn't remember whether Una's brother lived in 7th street or 7th avenue. A well, there were 50-50 odds, and we got it right the first time round.
Nachdem wir Bruder, Schwager, und die drei Hunde gebührend begrüßt hatten, und auch eine heiße und starke Tasse Kaffee in unsere Bäuche geschüttet hatten, wollten wir ein wenig was von der Stadt sehen: Also ging es los zu einem kleinen Bummel. Unser Ziel war das "Heard" Museum was die indianische Kultur und Kunst ausstellte. Es nur ein kurzer Spaziergang, und wir bemerkten das die Stadtväter von Phoenix schon etwas Geld für die Sanierung und Verschönerung der Innenstadt ausgegeben hatten. Man hatte neue Straßenlaternen mit indianischen Emblemen verziert, die Brückengeländer über die Autobahn schön in den Farben der Wüste angepinselt, eine supertolle und riesige Bücherei die zum Stöbern einlud gebaut, und man hatte viele kleine Miniparks angelegt. Aber wir merkten auch daß es in dieser Innenstadt trotz der guten Anfänge noch viel zu reparieren und zu sanieren gab. --- Es machte Spaß hier im angenehmen Sonnenschein zu spazieren, und bald hatten wir das Museum erreicht.
After we greeted our brother/brother-in-law and the three dogs appropriately, and after we expedited a hot and nicely strong cup of coffee into our stomachs, we wanted to see a little bit of the city; so we decided to embark on a walk. Off we went. Our goal was the "Heard" museum for American-Indian culture and art. It was only a short walk, and we noticed that the city fathers of Phoenix were spending money to beautify and so rehabilitate some of the inner city neighborhoods. The streetlights were decorated with Indian emblems resembling rock art, the bridges of the freeway were nicely spruced by painting them in Southwestern colors, a super modern public library building invited to browse, and little tiny parks were created. But we also noticed that there still was much to be done to make this a better downtown. - The sun was shining quite warmly and walking was a joy, and soon we arrived at the museum.
 Im großen Heardmuseum gab es eine Menge zu sehen und zu lernen: Wir bewunderten die herrlichen indianischen Korbarbeiten, in diesen supereng geflochtenen Körben konnte man Wasser holen so dicht waren die. Hier im Museum wurde gezeigt wie sich die Korbwaren von den verschiedenen Indianerstämmer hier unterscheiden, da waren die Hopi, die Apachen, die Ute, und viele andere Stämme vertreten. Und man sagt daß Experten gleich am Muster der Körbe (oder auch der fantastischen Töpfereiwaren) erkennen können aus welchem Stamm diese Artikel stammen. - Jeder Stamm der in Arizona wohnt wurde einzeln vorgestellt, ist doch Arizona der Staat mit der höchsten Indianerbevölkerung und den meisten und größten Indianerreservate in den ganzen U.S.A. - Es war auch sehr traurig zu sehen wie einfach, ja primitiv, viele dieser Indianer immer noch auf den heutigen Reservaten leben. Manchmal leben sie in einfachen Einzimmerhütten, oder aber in achteckigen "Hoghans" die aber auch nur einen einzigen achteckigen großen Raum bestehen. Man sagt daß heute noch die Frauen und Mädchen im südlichen Teil dieses Raumes leben und arbeiten, während die Männer sich im nördlichen Teil aufhalten um ihre Kriegspläne mit einer Dose Bier in der Hand zu schmieden (denn leider ist die Arbeitslosigkeit und der Alkoholismus unter den Indinanern extrem hoch). - Die amerikanische Regierung und das Büro für Indianische Angelegenheiten (Bureau of Indian Affairs) kann auch nicht gerade auf eine rühmliche Vergangenheit bei der Behandlung der Indianer zurückblicken: Noch in den 60ger Jahren (1960 nicht 1860 ! ) hat man Kinder gewaltsam von ihren Eltern weggenommen damit sie in einer Stadt in Internatschulen die "westliche" Kultur und die "richtige" Spache lernen sollten. Und im letzten Jahrhundert, wie aus den Geschichtsbüchern bekannt, wurden viele, viele Indianer Zwangsumgesiedelt und in Gewaltmärschen unter anderem hierher nach Arizona verfrachtet (Serbische ethnische Säuberungen sind also nicht so sehr neu). Das Land was man den Indianern gab, war unfruchtbare Wüste und in den Augen der damaligen Weißen absolut wertlos (heute hat man etwas Kohle, Uran, und auch Erdöl auf dem Land gefunden, und so haben einige Stämme wenigsten ein wenig Einkommen vom Land).

Mehr Informationen (in English) über das Heard Indianer Museum gibt es hier:
More info on the Heard Indian Museum:

http://www.heard.org/

Inside the large Heard museum there was much to see and to learn: we marveled at the exquisite Indian baskets, some of them were to tightly woven that they are able to hold water. Here at the museum we could see the basket skills and the differences of each tribe of Indian that live within the state of Arizona, there were exhibits of the Hopi Indians, the Apache, the Ute, and many other (smaller) tribes and pueblos. Some say that real Indian expert are able to determine exactly the origin of a basket or a piece of their wonderful pottery by just looking at the patterns and designs that were made on them. - Each tribe that lives in Arizona, and Arizona is the state in the U.S. with the highest native American population and the largest Indian reservations in the entire Union, is represented and introduced here at this fabulous museum. It was interesting to see how the Indians once lived and how they are still living today. It is sad to see how poor and primitive these proud people still live on the reservations. Some live in small pre-fabricated Western style houses, but others still live in the traditional "hoghans", simple round or octagonal one-room huts. Some say that even today the women occupy the Southern part of the hoghan, whereas the men have their powwows and their can of beer in the Northern part of the rooms (unfortunately unemployment and also alcoholism are still rampant among the native American population). - The American government and the BIA (Bureau of Indian Affairs) cannot be proud of their treatment of their indigenous population. Even in the 60s (that is 1960 not 1860) some officials forcibly took school aged kids away from their parents and put them into boarding schools so that they learn "Western" culture and the "right" (that is the English) language. And what happened in the century before that is well known through the history books; Indians were forcibly removed from their ancestral lands and death-marched to new reservations like here in Arizona (so the ethnic cleansing of the Serbs isn't something unknown on this continent). The land the Indians received after their expulsion was extremely poor or even barren desert and of now value to the Whites at all (and only very recently have some Indians tribes derived some income from coal, uranium, and even oil from their reservation lands).

Indianer Töpfereien - Indian Pottery
Bevor wir dieses schöne Museum verlassen haben wir uns noch einen Saal mit Skultpuren die von einem indianischen Künstler geschaffen waren. Es waren ausgesprochen ansprechenden Figuren, die Beine und Arme waren etwas länglich, aber die Gesten waren hatten etwas fließendes an sich, und waren einfach wunderschön anzuschauen. Erst als ich das Schild am Eingang der Ausstellung las wurde mir klar daß dieser Künster (sein Name ist Michael Naranjo) von einer Verwundung aus dem Vietnamkrieg total blind ist. Nicht nur das, er  kann auch nur eine seiner Hände voll benutzen. Er muß wohl seine Modelle mit den Händen abtasten und dann transferriert er das Gefühlte auf den Ton über, dabei entsteht dann die etwas verzerrten, aber charmanten, Körperproportionen. Ich brauch nicht extra zu sagen daß mich dieser Mann unheimlich fasziniert hat und ich lange vor seinen Werken geweilt habe um sie in mich eindringen zu lassen. Das war eine Inspriration für mich.
Before we leave this fascinating museum we visited one hall with a sculpture exhibition by an Indian artist named Michael Naranjo. His figures spoke to me, they displayed long narrow and very slender limbs with flowing and sensuous gestures, something they eye could feast on for a little. Only when we studied the little sign at the entrance of the exhibition did we realize that this artist, due to a wound from the Vietnam war, is totally blind. That not enough, he also has only only partial use of one of this hands.  -  I presume he must transfer the shapes and forms by touching the models and transferring that feeling onto the clay medium; that might also be the reason his proportions are exaggerated and extended (which I find very compelling and attractive). I don't have to say that I stayed for a while to take it all in. This was an inspiration for me.

Reclining Nude / Liegender Akt
by / von
Michael Naranjo

Here is as a picture and a short bio on Michael
Hier ist ein Bild und eine kurze Biographie von Michael (in Englisch)
http://www.va.gov/vetevent/CAF/naranjo.html


Flötenspieler / Flutist









Nach dem Stadtspaziergang und dem Museum haben wir dann noch mit Una´s Bruder gut aus gegessen und dann noch lange zusammen gesessen und erzählt bevor wir uns in unser Hotel zurückzogen. Die Nacht war kurz, und irgendein Idiot musste unbedingt seinen Wagen morgens um 6 Uhr laut leerlaufen lassen, naja, das sind die kleinen Wehwehchen die man auf Reisen schon mal in Kauf nehmen muß. -- Dafür war das Frühstück sehr gut und ausgedehnt, und so gehen Mittag haben wir uns vom Schwager verabschiedet und sind auf gen Norden gebraust. Für diesen nachmittag hatten wir uns eine Fahrt durch das Sedonatal ausgesucht. Unterwegs, ich hatte meine Augen auf der Landstraße, meinte Una sie hätte einen Coyoten über die Straße rennen sehen, naja, ich glaub ihr das, aber vielleicht war es doch nur ein kleiner aus Bayern nach Arizona ausgewanderter Dackel der sich beim Gassi-gehen verlaufen hatte. Wir fuhren für eine Weile über eine weite Hochebene, dann bogen wir (in Richtung Prescott) in die Hügel ab. Etwas später fuhren wir durch eine ehemalige Bergwerksstadt mit dem Namen Jerome (man hat Silber hier gebuddelt) die schwindlig hoch an den Hang geklebt war, und dann fuhren wir majestätischen roten Felsenklippen entgegen. Kurz vor Sedona musste das Auto ein wenig klettern, und plötzlich hatten wir Schnee auf den Hängen und dann auch auf der Straße. Winterliche Schneelandschaft in der Wüste; wir waren jetzt auch etwa 7000 Füße hoch (das sind 2100m oder so) und da kann es draußen schon mal etwas schattig werden. Die roten Gesteinschichten hier haben uns sehr an die Corniche in der Provence in Südfrankreich errinnert, zumal auch hier einige sehr teure und feudable Villen der Reichen rumstanden. Manchmal waren die Leute hier so arm daß die nicht mal Autos hatten, alle hatten nur Pferde auf der Wiese stehen. - Sedona ist ein "Resort" also eine Stadt wo man Ferien machen kann. Und die herrlichen roten Sandsteinfelsgebilde sind hier natürlich der Hauptanziehungspunkt für die Touristen, zumal man hier auch nicht weit weg vom Gand Canyon ist, kann man die beiden Reiseziele gut verbinden. Wir haben diese großen Canyon-Schlucht diesmal nicht besucht, waren wir doch schon früher mal dort. Aber Sedona das war "NeuSehland" für uns.

After the stroll through Phoenix-Town and the Museum we had a nice dinner out with Una's brother, that was followed by some quiet talk and then it was time to go back to our hotel room.  The night was short, some idiot had to rev-up the engine of their car at 6 o'clock in the morning, ah well, that are the little nuisances of travel one has to bear. -- But breakfast was great and sumptuous, and around noon we bid our farewells to my brother-in-law and turned north.  For this afternoon we planned to drive up and through the Sedona valley.  On the road, my eyes were on same, Una thought she spotted a coyote crossing the street, maybe it was, maybe it was only one of them Arizona desert dax-hounds that went walk-about.  For some time now we were driving on a high plateau, then we turned into the hills towards the town of Prescott.  A little later we passed through an old mining town (they scratched silver out of them thar hills here); it was named Jerome and was perched precariously high up on the side of a steep hill. And suddenly the scenery changed into a white and winter wonderland, first there was snow on the hills, and soon also on the pavement of the road.  Winter in the high desert? Well we climbed up to over 7000 feet (2100+ Meters) and it seemed to be a tad nippy out there in Arizona. And then we were driving right at some majestic red-banded cliffs. They reminded us very much of the cliffs of the Corniche in Southern France, especially since the area around Sedona was, like the Corniche, also sprinkled with fancy and very expensive mansions and estates. Some of the folks around here were so poor that they couldn't afford cars, they all had to make due with thoroughbreds on their meadows. - Sedona is a "resort" town, a place where people like to spend their holidays, and the marvelous red cliffs are the main attraction for the tourists, especially since the famous Grand Canyon is only a couple of hours drive from here, and many combine they two destinations. But for this trip, we bypassed the Grand Hole; we spent time there on previous occasions, but Sedona that was indeed "New-See-Land" for us.

Wir haben uns also ein schönes Zimmerchen gesucht, hier im Touristenort mußte man dafür etwas tiefer in die Taschen greifen, und dann haben wir uns ein schönes Restaurant (wieder mexikanisch angehaucht) gesucht und erst mal bei einem Bierchen etwas die Beine baumel lassen. Dann haben wir uns genüßlich zum Essen niedergesetzt. Ich habe einen "Chimichanga" verdrückt, das ist ein riesige Brottasche die mit Fleisch (in meinem Falle Rindfleisch) gefüllt war. Prima lecker war es! - Dann sind wir durch die eiskalte Abendluft wieder zu unserem Hotel gestiefelt, ach da knackte der Frost so richtig schön an den Öhrchen. - Wir sind dann auch bald in´s Bettchen gegangen. Und was für ein Bett das war, es war ein sogenanntes "King Size", daß heißt wenn ich Una besuchen wollte um ihr mal auf die Schultern zu küssen musste war ich tagelang am krabbeln (man hatte das Gefühl sie läge im nächsten Regierungsbezirk), so riesig war die Lagerstätte. Ich glaube da hätten leicht ein Dutzend Leute rein gepasst. --- Jetzt aber Äuglein zu, morgen geht es nach Neu Mexiko ( was natürlich weder "neu" ist, noch zu Mexiko gehört).

Soon we found a nice room for the night, in a touristy place like Sedona on must pay a little extra for that privilege; and then we looked for a good restaurant (with a Mexican menu). First we had a cool Beer wet our appetites and to rest up a little, and then we sat down for a well-deserved meal.  I ordered "Chimichangas", that is a large bread-pocket filled with meat and sauce (in my case it was beef). Hmmm, quiet tasty! -  After dinner, when we walked back to the hotel through the cold night air, our ears were ringing from the frost and we had to hold on to them for fear they might fall off. - And soon we called it a day and turned the lights out. The hotel bed was a kings size, and a vast expanse of sheet, when I wanted to kiss my dear wife I had to crawl for days to find her (it seemed like she was sleeping in another county, so large was our nest).  This bed it could have slept 12 people easily. -- But now it is time for some "shut eye", tomorrow we're off to New Mexico (which of course is a misnomer since the state is neither "new" nor does it belong to Mexico).

 

 

Durch das Navajo Land und Reservations -

Through Navajo Land and Reservation

From/Von Arizona..... to/nach New Mexico
Am nächsten Morgen gab es ein Frühstück mit herrlichen Blick auf die rostbraun gestreiften Felsenplateaus die Sedona umgeben. Danach schlenderten wir noch ein wenig durch einige der Künstlergalerien die es hier gibt. Wieder Anregungen für mich. Und dann geht es weiter durch das Sedona Tal vorbei an steilen Felsklippen und durch Schluchten. Die Straße wurde langsam enger und begann dann sich den Berg heraufzuwinden; und je höher wir kletterten desto winterlicher wurde die Landschaft, und bald fuhren wir durch ein Winterwunderland. Dann gab es eine kleinen Abstecher zu einem Aussichtspunkt und hier oben auf dem Parkplatz, ich hatte das beim Einparken garnicht richtig gemerkt, gab es zentimerdickes Glatteis, und ich wäre beim Aussteigen fast auf meine unteren Backen geknallt. Dann rutschten wir vorsichtig die Balance haltend auf den Schuhsohlen an den Canyonrand heran und hatten einen schönen und verschneiten Blick auf das Sedonatal unter uns. Auf dem Rückweg zum Auto mussten wir an den Tischen der indianischen Souvenirhändler vorbei die hier, schwer in Wolle eingemummt, in der bitteren Kälte, ihren Silber- und Türkisschmuck verkaufen wollten. Wieder zurück beim Wagen war mir etwas mulmig ob ich das Auto über das Glatteis wieder auf den greifenden Asphalt buxiert bekomme ohne auszurutschen und dem Nachbarn eine Beule in die Seite zu rammen. Una und ich haben den Atem angehalten, aber es hat geklappt.

The next morning we had a scrumptious breakfast overlooking the wonderful rust-brown and stripy cliffs that surround Sedona. After that we strolled through a few of the many art galleries here.  Much inspiration for me to see what other artists are producing. And then we were on the road again through the Sedona valley, passing steep canyons and towering sheer cliffs.  The road narrowed and stared to climb and the higher we came the whiter the scenery turned, and again we were driving through snow and ice. At a vista point we turned off the main road and while getting out of the car I almost slipped and fell onto my rear end, the entire parking area was thickly covered with black ice. So we very carefully walked, well it was more like sliding and simultaneously keeping ones balance, to the edge of the canyon rim so look at the snowy Sedona valley deep below us. On the slide back to the car we passed Indian peddlers, who carefully bundled up because of the bitter cold, were selling their tourist wears (silver and turquoise jewelry). Back at the car I was concerned that I couldn't get the car out of the parking space without sliding (possibly into another parked car), We held our breath and everything went without a hitch or nasty bump.

Wieder auf der Autobahn in Richtung Flagstaff hatten waren wir jetzt auf der Hochebene und immernoch in der Wüste. Im Hintergrund grüßte der mächtige Mount Humphrey (mit 13000 Füßen oder 3900nochwas Meter hoch -  und  der höchste Gipfel in ganz Arizona) zu uns herüber, dann bogen wir auf die Interstate Nummer 17 ab und strebten nach Osten über diese Hochwüste. Wir fuhren jetzt mit über 75 Meilen per Stunde auf der schnurgeraden Autobahn entlang, man fährt natürlich etwas schneller als die State Patrol hier erlaubt (75 war vorgeschrieben, aber alle fuhren 80 MPH, also ungefähr 130 km/h, und das ist schon eine angenehme Reisegeschwindigkeit). Natürlich war die "cruise control" wieder eingeschaltet und so hatte der Fahrer auch etwas Zeit die karge Gegend gebührend zu beäugen. Autos gab es nicht viel auf der Straße, ab und zu musste man mal ein paar Laster überholen, aber man hielt guten (mehrere hundert Meter) Abstand zwischen den Fahrzeugen. --- Kakteen gab es hier nicht mehr, dafür waren wir zu hoch, aber wir haben zur Abwechslung die Tumbleweeds und den Sage-Bush mal mit Schneehaube gesehen. Und wir hatten jetzt strahlend blauen Himmel, kein Wölkchen zu sehen (naja mit Ausnahme des einzelnen Wattebausch der da etwas südlich am Himmel hing und sich nach einer Weile as das Kühlkondensat eines Atomkraftwerkes entpuppte).

Back on the freeway towards Flagstaff we were again on a broad plateau and the high desert.  In the background loomed the mighty Mount Humphreys (13000+ feet high, 3900 m - and the tallest peak in all of Arizona); and soon we turned East onto Interstate Number 17.  We were traveling at more than 75 miles per hour over the very straight interstate highway, usually one drives a little faster than the State Patrol allows (speed limit was 75 mph, but everyone was going 80, which is a comfortable cruising speed). Automatic "Cruise Control" of our car was again turned on, and even the driver had some times to take in the scenery here.  There were few cars on the road, now and then a truck needed to be passed, but usually there were several hundred yards between the vehicles. --- There were no more cacti up here (it is too high and too cold), but for a change we saw the tumbleweed and the sagebrush with a dusting of snow.  The sky was sparkling clear, not a cloud to be seen anywhere (well with the exception of that one and lonely single fluffy cloud off in the distance to the south, which in the end turned out to be condensing water vapors from a nuclear power plant).

Als wir den Anfang der riesigen Navaja Indianer Reservation erreichten hatte sich der Schnee mächtig ausgedünnt und hielt sich in der Mittagssonne nur noch im Nordschatten. Hier oben im Nord-Osten von Arizona ist fast ein Viertel des ganzen Staates den Indianer zugeschrieben worden. Es ist eine ärmliche Gegend und Tourismus scheint wohl eine der wenigen wirklichen Einnahmequellen für die Leute hier zu sein; auf jeden Fall fanden wir alle paar hundert Meter große Schilder an der Autobahn die uns auf sogenannte "Trading Posts" aufmerksam machten wo man von der Autobahn runter kann um indianische Souvenirs (für sehr, sehr teures Geld) einzukaufen. Wie schon oben am Aussichtspunkt werden viele Silberschmucksachen mit Türkis angeboten, besonders die bei Touristen so beliebten Western-Bänder-mit-Silber-Schnalle die anstatt einer Krawatte getragen werden; es gab aber auch die berühmten Navajo Decken angeboten (für mehrere hundert Dollar pro Stück), und indianische Töpfereiartikel oder Körbe. Wir haben nicht angehalten, denn wir wussten daß wir wahrscheinlich dafür reichlich Gelegenheit haben werden wenn wir Santa Fe erreichen. --- Eine andere Einnahmequelle für die Indianer hier sind die Spielkasinos. Glücksspiele sind ja in den meisten U.S. Staaten nicht erlaubt, aber die Indianer haben Sondergesetzt (sie werden hier sogar als "independent Nations" bezeichnet, obwohl es im völkerrechtlichen Sinne keine unabhängig Staaten sind); auf jeden Fall können die Indian hier Spielhöllen aufmachen, und haben das auch reichlich getan. Und die stehen natürlich gleich neben den Autobahnen und Durchgangsstraßen und machen mit riesigen grell leuchtenden Tafeln auf sich aufmerksam.

When we reached the beginnings of the vast Navajo Indian reservation the sun had slowly thinned out the snow cover, only on the northern shadow side it remained. Up here in northeastern Arizona almost a quarter of the state was assigned to be Indian reservation. It is an impoverished area and tourism seems to be one of the very few sources of income for the people here. There were huge and garish looking billboards every few hundred yards along the freeway, which were luring travelers off the freeway and into on of the many  "Trading Posts" to purchase Indian souvenirs (often at rather steep prices). They were selling the already mentioned silver- and turquoise jewelry, especially the popular western neckties with a large silver buckle, but also Navajo blankets (for several hundred dollars a piece) and Indian pottery and baskets. We didn't stop since we knew that in Santa Fe we probably had ample opportunity to see and to shop for items like this. --- Another important sources of income for the native population are the Casinos along the road. Gambling is not allowed in most American states, but the Indians have special laws (here they are even referred to as "independent nations", though not in the meaning of independent states); anyway they are allowed to open gambling halls and they make use of this privilege anytime they can.  These establishments are of course located right next to the big interstate highways and can be spotted for miles by the flurry of colorful billboards announcing the odds or telling the amount of the current jackpots.

Als wir die Grenze zwischen Arizona und New Mexico erreichten nahm der Schnee wieder zu und wir fuhren an schönen malerisch mit Weiß akzentuirten Mesas, das sind Tafelberge, vorbei. Blauer Himmerl, weißer Schnee, roter Sandsteinbänder zwischen gelben Gesteinslagen, eine sehr ansprechende farbliche Kreation. Auf der Fahrt durch das Reservat ist mir auch aufgefallen daß hier viele Häuser noch als "Hoghan" (wie wir das im Museum in Phoenix gesehen haben) gebaut sind, also rund und teilweise in den Boden eingelassen. Diese traditionelle Bauweise hat sich doch noch bis heute überlebts. --- In der Stadt Gallup musste getankt werden, und wenn man hier das Radio anmacht kann es gut sein daß man kein Wort davon versteht weil das Programm gänzlich in der Navajosprache (oder gar der Hopisprache) gesendet wird. Gallup (20.000 Einw.) ist die Stadt in den U.S.A. mit der größten Indianereinwohnerzahl. Im zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner die Navajoindianer in Fernmelderegimenter gesteckt wo die dann die militärischen Befehle in ihrer Muttersprache weiterleiteten, so brauchten die das garnicht kodieren, denn weder die Deutschen noch die Japaner hatten eine Ahnung was denn da wohl gequassselt wurde (und konnten also auch nicht abhören).

When we reached the border between Arizona and New Mexico the snow increased again and we passed picturesque mesas, those are tabletop mountains, that were dotted with a fresh layer of snow. The deep blue sky, the white snow, together with some red bands of sediment inside of yellow rock, all of that created a wonderful naturemade picture. During the drive through the reservation we noticed that many houses are still of round (or octagonal) construction and partially sunk into the ground, like the "hoghan" we saw at the museum in Phoenix; so the old traditions are not entirely gone. --- In the city of Gallup we had to get gas for the car, and when we turned on the radio we noticed that we couldn't understand a word they were saying, many stations here were broadcasting in Navajo or even the Hopi language. Gallup (Pop. 20,000) is the city in the US with the larges Native American population. During World War 2 the American forces made use of the Indians here and put them into special communication units which relayed the orders in their native tongues, there was no need to encode the information because neither the Germans nor the Japanese had any clue as to what they were chatting about.

 
More information about Gallup here: / Mehr über Gallup (in englischer Sprache) kann man hier erfahren:
http://www.gallupnm.org/pages/nativeamerica.htm


Kurz vor Albuquerque habe ich dann ein erstes Pueblo gesehen. Ein Dorf indem die Häuser teilweise übereinander gebaut sind, es sieht aus wie ein stufenförmiger Wohnblock, aber die Räume sind nicht miteinander verbunden, sondern jeder hat seine eigen Türe. Die Bauweise ist das "Adobe", eine Lehmziegel-konstruktion von dicken Wänden und flächen Dächern. Auf den Dächern spielt sich viel des Lebens ab, nicht nur wenn Waschtag ist, sondern man schläft manchmal sogar auf dem Dach weil es da im Sommer kühler ist. Diese dicken Lehmziegel sind mit Stroh vermischt, damit sie etwas haltbarer werden, müssen aber trotzdem alle ein oder zwei Jahre erneuert werden, denn im Regenwetter schmilzt die Wand, selbst wenn sie sehr dick sind, doch leicht weg. Da Lehm aber billig und fast überall zu haben ist, wird diese Art der Konstruktion hier viel benutzt. Gebäude aus diesem Adobematerial haben fast immer schon abgerundete Ecken und Fensteröffnungen, und das ist so sehr typisch für diese Gegend hier in New Mexico. In Santa Fe hat man diese Bauweise in der ganzen Stadt vorgeschrieben, und das macht auch den besonderen Reiz dieser Gemeinde aus.

Shortly before reaching Albuquerque I spotted the first pueblo village. That is a community where the houses are partially on top of each other like an apartment building, but the (mostly single) rooms are not connected to each other, but each has its own entrance door from the outside. The construction method is "adobe" which is mud brick fortified with straw; also flat roofs and very thick walls are typical for this pueblo construction. The flat roofs are important, not only to dry the laundry on washing days, but also for other activities even as sleeping place during hot summer nights. The adobe bricks need to be replaced quite frequently because the rains and the elements do melt them away over time, but clay is cheap and usually readily available, and is the predominant mode of construction here in the Southwest and also throughout Mexico itself. Adobe buildings usually have nicely rounded corners and window and door openings, that makes them so typical for this area here. In Santa Fe this method of construction is part of the building codes and enforced; that of course also makes the charm of this old city.

Schnell noch ein kurzes Wort zu Albuquerque: Es ist (mit mehr als 600.000 Einwohnerns) die größte Stadt in New Mexico und der Name ist eine verschlampte Schreibweise für Albertquerque - Die Kirche des Albert. Es ist eine moderne Großstadt mit Uni und Industrie usw., und was wir sofort daran merkten daß wir in einem großen Verkehrsstau hingen und nur zentimeterweise vorran kamen. - In Albuquerque haben wir auch den Rio Grande Fluß überquert, aber hier oben ist der Fluß kein mächtiger Wasserlauf wie man das aus den Westerns mit John Wayne Filmen kennt, hier muß der Fluß noch etwas üben denn "Rio" ist der Fluß schon, aber "Grande" das kommt erst ein paar hundert Kilometer südlich in seinem Lauf. - Aber bald waren wir dann auch aus dem Baustellenbereich raus, und jetzt lag unser Reiseziel von Santa Fe nur noch etwa 60 Meilen nördlich von hier.

A quick word about Albuquerque: it is the largest city in New Mexico (with more than 600,000 inhabitants) and the name is a misspelling of "Albertquerque", the church of Albert. It is a modern and sprawling large city with a university and much industry; and we immediately noticed that the traffic intensified as we hit the suburbs, and it didn't take long and we were merely crawling along. - Here in Albuquerque we crossed the Rio Grande river, but up here the river is not as impressive as one remembers the Rio Grande from various John Wayne movies, up here, though already "Rio" isn't quit "Grande" yet, that has to wait for a few hundred miles down south. - But soon we passed the highway construction, which caused our slowdown in Albuquerque, and we heading towards the finish of our journey, Santa Fe was only 60 miles north of here.
 
 

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Santa Fé & Taos
Die Stadt der scharfen Paprika - The City of Chilis
Manchmal macht man sich ja eine falsche Vorstellung von einem Ort oder einer Gegend, und so ging es mir mit Santa Fe. Irgendwie hatte ich Kiefernwälder hier erwartet, weiß auch nicht warum, vielleicht habe ich Photos von anderen Orten irgendwie mit Santa Fe in Verbindung gebracht, und Una hatte ähnliche Erwartungen, denn als wie die Wüste um Santa Fe herum sahen, waren wir ein wenig enttäuscht. Aber die Stadt selber hat das dann später mehr als wieder wettgemacht. - Aber zuerst mussten wir mal eine Herberge für ein paar Tage besorgen. Wie immer waren wir ohne Reservierungen unterwegs, aber um diese Jahreszeit dürfte das garkein Problem sein, denn wir waren mitten in der touristischen Flaute unterwegs. Da ich jetzt Pensionär bin und der satte Gehaltsstreifen nicht mehr eintrudelt, haben wir uns eine bescheidenere Bleibe gesucht, einfach und sauber, und was ganz wunderbar es war nur etwa 10 Minuten zu Fuß vom Stadtkern entfernt (denn manchmal sind die billigeren Hotels irgendwo weit draußen an den Ausfallsstraßen). Herrlich, nach der langen Fahrt, tat es gut sich etwas die Füße zu vertreten. Es war etwa 4 Uhr nachmittags, wir hatten also noch etwa eine Stunde Tageslicht, und so konnten wir einen ersten Schnupperspaziergang durch das Dorf machen. - Naja, Dorf ist etwas übertrieben, Santa Fe (mit circa 340000 Einwohnern) ist immerhin die Landeshauptstadt von New Mexiko, aber der alte Stadtkern erinnert mächtig an eine Kleinstadt, das aber mit einer ganz besonders charmanten Architektur. --- Als wir das Hotel für unseren Rundgang verließen hatten wir uns schön vermummt. Es war bitter kalt, und in den geschützten und schattigen Ecken lag noch der Schnee und es gab teilweise Glatteis auf den Bürgersteigen. Wir als Kalifornier hatten, ganz ungewohn für uns, dicke Handschuhe an und einen Schal fest um den Hals gewickelt; nur so konnte man es aushalten. Klapper, klapper... machten da die Zähne.

Sometimes one has a wrong preconceived notion about a place or a region, and that is how we felt driving towards Santa Fe. We thought to find dense pine forests up here, and maybe we confused the area with pictures from another place somewhere, and Una had similar thoughts; but what we actually found was high desert, and we were a little disappointed. But when we entered the city of Santa Fe, that first impression was certainly reversed later on. - But first we had the task of finding lodging for us wary travelers. As usual, we did not have reservations, we thought that this time of the off season year that shouldn't cause a problem. Now that I am retired and there is no more fat salary check coming in every month, we looked for a more modest hotel. And we found a simple but clean place not 10 minutes away, by foot, from downtown Santa Fe (we lucked out because most other budget hotels were much further away on the roads out of town). Wonderful to be able to spread ones legs a little after a long day behind the wheel on the road. It was about 4 o'clock in the afternoon, and there would be another hour or so of daylight, so we embarked on a quick introductory stroll through the village. - Well, it is not a village, Santa Fe is large city (with about 340000 inhabitants) and the capital of the state of New Mexico, but the quaint old part of town looks much like a small Hispanic town, especially because of the predominant adobe architecture here. --- When we left the hotel for our stroll we were bundled up tightly. It was freezing cold, and in the shady areas of the sidewalk there was still snow and sometimes even black ice on the walkways. And us Californians we were certainly out of our elements, we could only stand it with thick gloves and a warm shawl wrapped around our necks. Brrrrr..... said our teeths.

Beim ersten Rundgang hat uns diese Altstadt gleich sehr gut gefallen, Santa Fe hat richtigen Charakter und die warmen braunen Erdtöne der Lehmverkleidung die dann oft durch leuchtend blaugrüne oder manchmall auch lila Fenster- und Türrahmen abgesetzt sind, und dazu stecken oft die runden Balken der Flachdachkonstruktion durch den Lehm durch, und all das sieht hübsch malerisch und sehr südländisch aus (diese Bauweise ist ja auch in Mexiko sehr weit verbreitet). - Hier in der Stadt gab es natürlich viele Geschäfte die vom Tourismus leben, und auch jede Menge Kunstgallerien und Antiquitätenläden, auch fanden wir eine gute Auswahl an Restaurants. - Ahh, ja restaurants, es war an der Zeit etwas für das leibliche Wohl zu tun. Ein kleines Restaurant im ersten Stock hatte ein einladend bunt gekacheltes Treppenhaus (und die angenagelte Speisekarte sah auch vielversprechend aus), also haben wir uns in diesem Bistro niedergelassen. Es gab ein paar große Gläser Bier aus der eigenen Mikrobrauerei (lecker nach einem langen Tag auf der Landstraße) und erst haben wir mal etwas ruhig gesessen und uns ausgeruht. Damit die Zähne was zu tun hatten bestellten wir eine große Schale Tortilla-Chips mit Salza (=schafte Paprikatunke) und Guaquamole (=Avocadopaste). Diese knusprigen Dinger mit den aromatischen Dips sind so lecker, die machen richtig süchtig. Nachdem wir uns dann endlich von dem Geknabber losgerissen hatten (und die Schale leer war) haben wir uns für Schweinerippchen zum Abendessen entschieden. Langsam im Ofen gebackene Rippchen sind super lecker, aber hier hatte man dazu eine spezielle Sauce über die fleischigen Knochen gepinselt: Honig mit scharfen Paprikastückchen, mmmhhhh, süß und trotzdem scharf! Wir haben uns danach die Finger im wörtlichen Sinne des Wortes abgeleckt (Rippchen ißt man immer per Hand). Lecker, lecker.

We really enjoyed our first trip through the old part of this town, Santa Fe has real character and the warm earth tones of the adobe walls which then often are accentuated with bright bleu-green or sometimes even purple window or door trims, and the wooden ceiling beams sticking out of the flat roof walls, - all that locks very picturesque and south of the border (and this style of building is of course also prevalent in Mexico proper). - In this town there are of course many shops that cater to the tourists, there are numerous art galleries and antique shops, and a fair selection of restaurants. Ahh, restaurants, it was time now to provide some sustenance for our tired bodies. A small place on the first floor had very inviting tiled stairs leading upwards (and the posted menu selection looked promising), so we went inside this little bistro. First a few tall glasses of beer from their own micro brewery (hmmm, that was good after a long day on the highway), and first we just sat and rested for a bit. To pacify our teethes we ordered a large bowl of tortilla-chip with hot and fiery salsa and also with a good helping of guacamole (for those of you not in the know, that is an avocado paste). The crispy chips and the aromatic dip was so delicious, one could easily get hooked, especially since the waiter offered to refill the chips. After we finally stopped nibbling, we both decided to order barbecued pork-ribs. Slowly backed in the oven, these rips were super delicious, and here they basted them with a mixture of honey and chili sauce: Sweet with a hot kick, excellent indeed! That meal was finger licking good, literally and proverbially. (Ribs one always eats with ones fingers). Hmmm, hmmm, good.

So vorzüglich gesträrkt machten wir uns im Dunklen wieder auf den Weg zurück zu unserem Hotel. Um diese Jahreszeit wird hier in Santa Fe schon die Weihnachtsdekoration angebracht, und eine Tradition in dieser Gegend ist es braune Papiertüten mit etwas Sand zu füllen und eine Kerze da hineinzustecken und diese an den Rand der Flachdächer oder aber den Eingangsweg zur Haustüre zu stellen. Die Geschäfte hier hatten also auch teilweise schon diese "Luminarias" (hier in Santa Fe auch "Farolitos" genannten) beleuchteten Tüten angebracht. Heute sind diese oft aus Plastik oder Glas und die Kerze ist natürlich elektrisch, aber es sah sehr festlich und warm weihnachtlich aus, und es machte Spaß so im Dunklen als Verdauungsspaziergang durch Santa Fe zu schlendern und Lämpchen zu betrachten. Habe versucht einige Nachtaufnahmen mit der elektronischen Kamera zu machen, die sind aber leider nicht geworden, deshalb musste ich mir das Bild unten von einer Webseite leihen.

Thusly well fortified, we made our way (it was dark now) back to our hotel. At this time of the year Santa Fe already had put on some of her famous Christmas decorations, and here it is traditional to put brown paper bags (which are partially filled with sand and a candle is stuck in) all around the edges of the flat roofs and also along the driveways. Many businesses already had these "luminarias" (or here in Santa Fe they are more often called "farolitos") up on their rooflines. Nowadays the bags are made of plastic and the candles are replaced by electric bulbs, but it still looks very festive and brings the spirit of the season to this town. It was a joy having our digestive walk back to the hotel through this holiday-lit area. I tried to shoot a night picture, but the little camera didn't do it justice, so I had to take a photo from a website to give you an impression of it.
 
 


  Farolitos in Santa Fe

Weihnachtsbeleuchtung / Christmastime decoration
 (Picture taken from Webshots Community)

Wieder im Hotel dauerte es nicht lange und wir schlummerten friedlich in unseren Bettchen. Wir waren gespannt was der morgige Tag bringen würde. - Am nächten Morgen erst mal die Gardinen etwas aufgeschoben und einen vorsichtigen Blick gen Himmer geschickt: Aber, kein Problem, es war strahlend blauer (und warscheinlich knusprig kalter) Himmel draußen. Und als wir (wieder gebührend vermummt) zum Auto kamen, lag da eine 2cm dicke Schicht Neuschnee auf dem Wagendach. So stapften wir also duch etwas Schnee der unter unseren Füßen knirschte der Altstadt entgegen. Schon gestern abend hatten wir ein Familiencafé gesehen und auf die Frühstückskarte geschaut, es lag gleich am Plaza (das ist der große viereckige Platz den viele mexikanische und spanische Städte als Mittelpunkt haben). Vom Tisch aus konnten wir beobachten wie städtische Arbeiter eine riesige Fichte auf dem Plaza für die kommenden Festtage mit Kugeln und Lichtern schmückte. Der Morgenkaffe war gut, und wir entschieden uns etwas aus der Gegend zum Frühstück zu bestellen, also ich hatte: Pfannekuche die aus blauem Maismehl mit eingebackenen Pinienkernen (Piñions) gemacht waren, dazu ein mexikanisches Chorizo-Würstchen. Die Pfannekuchen wurden mit süßem Sirup serviert und das Würstchen war sehr scharf gewürzt; die Kombination aus Himmel (süß) und Hölle (scharf) gefiel mir schon gestern abend bei den Rippchen. Una hattte eine mexikanische Pfanne, mit Kartoffeln, Ei und viel Käse überbacken, dazu zwei verschiedene (grün und rote) Saucen. Grün und Rot wegen der verschiedenfarbigen Paprika (Chili) die in der Sauce waren, und beiden Farben sind auch die Nationalfarbe der Küche von Neu Mexiko.

Back at the hotel, it didn't take us long and we were sleeping soundly in our bed. We were anxious what tomorrow would have in store for us. And the first thing the next morning was to carefully peek through the curtains to see what the sky was telling us. Ah, no problem, it was clear blue sky (and probably a rather crisp and frosty day out there). And when we, appropriately and warmly wrapped, stepped out of the hotel, we saw that there were about an inch of new snow on the roof of our car. So we stepped through the fresh snow, which loudly crackled underneath our weight, towards the old part of town again. Yesterday we already spotted a family style café and studied their breakfast menu. The place was right on the plaza, that is the large rectangular square that is the center of town and life of so many Mexican or Spanish cities. From our table at the restaurant we front row seat to watch a city worker, who was precariously dangling from a cable of a large crane, as he placed Christmas lights and bulbs into a very tall pine tree. - Our morning coffee was good, and we decided on something local for our breakfast meal: I ordered pancakes made with blue corn and filled with pine nuts (Piñions), that together with a Mexican chorizo-sausage. The pancake and the sweet syrup served with the very spicy sausage, a combination that reminded me of heaven (sweet) and hell (spicy hot), like the ribs last night. Una had a Mexican skillet, with potatoes, egg and melted cheese, and all that with two different spicy sauces (from red and green chilies). Red and green are definitely the hallmark colors of the cuisine of New Mexico.

Dieses Frühstücksrestaurant war wohl eine alte Tradition hier am Plaza von Santa Fe. Die Kundschaft hier waren die Einheimischen und nur wenige Touristen (wie wir) verlaufen sich im November hierher. Wir sahen also den Dorfsheriff wie er seinen Morgenkaffe schlürfte, den Bauarbeiter im langen Westernledermantel, der ein kräftiges (und riesiges) Frühstück runterschlang, und die Sektretärin die vor der Arbeit noch schnell einen Cappuccino zum aufputschen brauchte. Die Bedienung hier sprach besser Spanisch als Englisch, und man strahlte als ich meine zwei-ein-halb Brocken dieser Sprache probierte. Besonders lustig fanden wir auch daß auf einer großen Tafel die Telefonnummern vom Bürgermeister, vom Gouvernör, und vom Senator und Abgeordneten in Washington hing: Wenn man sich hier also sehr wegen den Nachrichten in der Morgenzeitung erhitzt, kann man auf dem Händy gleich durchwählen und den Politikern ein bißchen die Meinung geigen. Eine etwas ungewöhnliche Art des Kundendienstes für die Kunden hier.

This breakfast establishment must have had a long tradition here at the plaza of Santa Fe. This time of the year the clientele consisted mainly of locals with only the few tourists (like us) sprinkled in. We saw the local sheriff sipping his hot coffee, the construction worker who in a long duster-type leather coat wolfed down his hardy (and huge) breakfast meal, and the secretary who hat to have a quick cappuccino to give her the buzz needed for the day. The staff spoke better Spanish than English, and the busboy beamed when I too tried my few words in Spanish on him. I thought it was especially curious and funny that there was a large billboard posted inside the restaurant which had the phone numbers of the mayor, the governor, the senators and the congressmen and women in Washington D.C.. So if a patron read something in the morning paper that got him or her steaming, they could whip out there cellphones and give the people responsible an ear full of their minds. I thought this was an unusual and rather nice type of customer service from this place.

Nach dem tollen Frühstück gingen wir erst einmal um den Plaza herum. Auf einer Seite war der alte Palast des damals spanischen, dann mexikanischen, Gouvernörs von Santa Fe. Der "Palast" ist ein einstöckiges Adobegebäude mit einer Arkade an der Platzseite, hier etwas windgeschütz hatten sich viele Händler auf Decken niedergelassen die ihre Touristensachen feilboten: Schmuck, Tonkrüge, Navajo Teppiche (oder Imitation), usw. - Die Besichtigung des Palastes haben wir uns für einen späteren Tag aufgehoben, aber es war herrlich die vielen Innenhöfe hier mit versteckten Läden oder Restaurants zu entdecken und zu erkunden. Überall sahm man auch die roten Chilipaprika die zu einem Strang verknüpft vor den Läden und an Häusern hingen. Diese Gebinde nennt man "Ristra" und sie sind ein Wahrzeichen für Santa Fe und Neu Mexiko. Malerisch sah es dann aus wenn so eine Ristra gleich neben einem großen Eiszapfen von einer Wasserrinne eines der Flachdächer hing.

After the breakfast we first walked around the plaza. On one side was the old palace of the, then Spanish later Mexican governor of Santa Fe. The "palace" is a one story adobe building with an arcade towards the plaza, here where it was a little sheltered from the cold wind, congregated the vendors that catered to the tourists: jewelry, pottery, Navajo blankets (or imitations thereof), etc. was what they offered while sitting on their blankets in the cold. - The tour of the actual palace we left for another day, but it was nice to explore the many small courtyards with the hidden stores and restaurants. And everywhere we found the long red braids made of chilies as they hung from the rafters of the stores, but also from ordinary houses. These peppery strands are called "ristra" and are a landmark all over Santa Fe and New Mexico. And it look especially picturesque seeing the ristras as they hung together with a big icicle from one of the flat roofs. Chilies on the Rocks.
 
 


Eisgekühlte Chilis / Frozen Chilis





Für heute hatten wir uns vorgenommen die berühmte Canyon Road zu erkunden. Dort hatten sich in den frühen Jahren des letzten Jahrhunderts 4 Künstler hier ein Grundstück gekauft und ihre Häuser und Studios dort draufgesetzt, und so ist die, jetzt so bekannte, Malerkolonnie und das Kunstrenommée von Santa Fe entstanden. Na, das war natürlich was für mich. - Heutzutage sind die Ateliers leider, wegen der horrenden Grundstückspreise, weitgehend verschwunden und nur noch die Galerien und Kunstausstellungen sind geblieben, aber vereinzelt findet man doch noch jemand der richtig im Lagen Hand anlegt an seinen Schöpfungen zu kre-iren (wie zum Beispiel der Künstler der eifrig an einer großen Figur aus Ton arbeitete und mit dem ich ein paar Erfahrungen austauschen konnte). - Wenn man um dieser Jahreszeit durch die Gallerien schlendert dann ist man natürlich den Verkäufern hoffnungslos ausgeliefert, für die gibt es so wenig zu tun daß jede Gelegenheit ein wenig zu schwätzen sofort eifrig ausgenutzt wird. Denn wenn man den ganzen Tag alleine vor diesen Kunstwerken sitzt, und dann sich wirklich mal einer in den Laden verirrt, dann will man sich auch gebührend mitteilen, und wenn man dabei auch nur die kleinste Chance wittert ein $10000 Stück zu verkaufen, dann fließen die Worte besonders geschwollen (und als Besucher muß man sich in Acht nehmen sonst kommt an aus diesen Gallerien nie wieder heraus).

Ich habe in diesen, manchmal sehr intensiven, Gespächen viel gelernt. Habe viele schöne Malereien und vor allem Skulpturen gesehen und bewundert, und eine Menge Anregungen bekommen. Ich habe mir sogar in einem Kunstzubehörladen schnell ein kleines Skizzenbuch besorgt, damit ich einige Notizen für eigene Projekte aufschreiben und niederzeichnen kann. Eine der Gallerieleute hat mich gefragt ob ich ein Künstler sei, vielleicht war es mein grüner Hut der den Eindruck gab, und hat mich dann gefragt ob ich mein Portfolio nicht als Photos einschicken wolle, denn man suche immer nach neuem Talent. Na, das ging natürlich runter wie Butter bei mir und hat mich sehr gefreut, obwohl es wohl noch einige Zeit bei mir dauern wird bis ich meine eigenen Sachen mal in einer Kusntgallerie ausstellen werde.
Manchmal ist Una mit rein mir rein in die Gallerien und wir haben uns die Werke zusammen angeschaut, aber wenn das Ausgestellte etwas zu "modern" aussah ist sie auch schon mal draußen geblieben und hat auf mich gewartet. Auch hat sie gestört daß die Gallerien so unheimlich warm und übergeheizt waren, teilweise sogar mit offenem Kamin in der Ecke, so daß man sich beim Eintritt immer seine Klamottten fast völlig entledigen musste, und sich beim Abgang wieder für die frostige Kälte einzumummeln; das wurde meiner Una nach einer Weile etwas lästig. Auch hat sie es nicht so mit der modernen Kunst, während ich langsam aber sicher mich immer mehr in diese Richtung bewege. (Aber natürlich gibt es immer viel Mist der ausgestellt wird, wo man sich wirklich fragt was denn das eigentlich soll; aber das ist nun mal das besondere an der Kunst, was für den einen eine brillante Idee ist, kann der Andere überhaupt nichts mit anfangen).

Diese Canyon Road ist etwa einen Kilometer lang und hat mehrere Dutzend Gallerien auf beiden Seiten. Und oft sind die Gärten auch mit Statuen und Werken bestückt. Habe viele in mich aufgenommen, und eifrig auf den Auslöser der Kamera gedrückt, teilweise hat man mir sogar erlaubt in den Gallerien selber zu knipsen. Wir stiefelten also durch den Schnee und erfreuten uns an diesem sonnigen Tag und der schönen Santa Fe Architektur, das kombiniert mit dem künstlerischen Schaffen, war eine herrlich gelungenes Erlebnis für mich. - Aber nach einer Weile taten uns dann doch guten Füße weh, wir waren halt nicht aus Bronze gegossen, so haben wir erst einmal eine wohlverdiente Tasse heiße Schokolade geschlürft, das tat nicht nur dem Magen sondern auch den Füßen sehr gut.
Nach dieser Erfrischung haben wir langsam langsam wieder in Richtung Altstadt. Eine alte Kirche im Adobe Stil wurde noch schnell von uns gebührend bewundert, dann sind wir in einen Laden rein der sich ausschließlich auf Produkte mit diesen scharfen Paprika (Chilies) spezialisiert. Hier standen jede Menge Fläschchen mit diesem Feuersaft herum, es gab sie in mild, scharf, superscharf, und schließlich tödlich. Aber es gab auch andere Produkte aus diesen meist roten Schoten, zum Beispiel Marmelade die mit diesen Chilies pikant veredelt war. Dann gab es natürlich allen möglichen Zubehör wie Schürzen, Topflappen, oder Krawatten die viel zu heiß sind um sie in´s Büro zu anzuziehen. Wir haben natürlich auch ein paar Souvenirs für die Speisekammer zu Hause eingekauft.

Nach diesem wunderschönen Tag, ging es in´s Hotel zum Ausruhen, und bald war es an der Zeit uns Gedanken über ein Abendessen zu machen. Na, wir hatten einen Geheimtip dem wir für heute Abend folgen wollten, also machten wir Reservierungen in einem kleinen Restaurant in einem dieser charmanten Innenhöfe des Plazas. Das Etablissement hieß "Casa de Sena" und es gab gutes, wenn auch etwas teures Essen. Aber als Besonderheit gab es den Gesang, denn hier gab die ganze Bedienungsmannschaft Lieder aus Oper und Musical zum Besten. Die müssen wohl Studenten des hiesigen Konservatoriums gewesen sein, denn man servierte und sang wirklich ausgezeichnet gut. Als Nachtisch wurde "Old Man River" aus dem Musical Showboat gesungen, und die Schokoladensauce mit meinem Stück Kuchen floß´genauso langsam und herrlich wie der alte Missippi der da im Lieb besungen wurde. Ahhh, das gint gut die Kehle runter. --- Es war ein ausgesprochen gelungener und sehr romantischer Abend. Und die Margaritas die wir dabei genüßloich geschluckt habe, rundeten das ganze Gefühl herrlich ab. - So, jetzt geht es aber wieder durch die festlich geschmückte Altstadt mit den vielen Farolitos-Laternen in unser Hotel. Morgen wandeln wir auf den Spuren von Una´s Großvater und zu den Indianer, aber dafür mussen wir uns erst mal gut ausschlafen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

-5-
Taos Pueblo

Die mächtige Indianer Burg /

The Mighty Indian Castle
 

Ein faszinierender Einblick in das Leben der Indian / A fascinating look at the life of the Pueblo Indians

Am nächsten Morgen lag wieder etwas Schnee auf dem Auto und es war ganz schön schattig. Und sehr zu unserem Entsetzen hat der Wetterbericht von einer Frostwelle im fernen San Francisco berichtet, und wir machten uns Sorgen um unsere Citruspflanzen die wir diesen Winter noch nicht in das Gewächshaus zu Hause verfrachtet hatten; aber daran konnten wir auch nichts ändern. Hier in Santa Fe war es wieder eisig klar mit kalt-blauem Himmel. -- Nachdem wir unseren Wagen mit billigem Benzin (hier kostete der Sprit etwa 30% weniger als zu Hause) versogten fuhren wir die etwa 80 km nach Taos. Zuerst ging es über eine Schnellstraße, vorbei an einer interessanten Gesteinsformation die wie ein sitzendes Kamel aussah vorbei, dann bogen wir rechts ab und führen durch mehrere Indianerreservation. Hier heißen die Indianeransiedlungen alle Pueblo, ob das eigentliche Pueblogebäude nun noch besteht oder nicht, denn leider gibt es ja nur ganz wenige dieser originalen Indianerburgen. Die Straße kletterte langsam aber stetig am Rio Grande Fluß entlang. An einer Stelle kamen wir an einer abenteuerlich wackliken Hängebrücke vorbei, sie sah wirklich aus wie aus einem Schatzsucherfilm, mit löchrigen Holzbolen auf der Fahrbahn, wo man nicht wusste ob die morsch aussehenden Bretter dem Gewicht eines Wagens noch standhalten könne, oder das ganze Gefährt in die brausenden Flutes stürtzte (naja, so reißend war der Rio Grande hier nicht gerade). Leider konnte ich nicht gut anhalten um ein Photo von diesem Überweg zu machen. - Später fuhren wir für eine Weile über ein weites Hochplateau in das sich der Rio Grande einen schroffen und tiefen Canyon gesägt hatte. Hier hatte man die Indianerhorde auf ihren gescheckten Pferden vor Augen die im wilden Galopp hinter der Postkutsche auf diese Klippe jagten (und alles wartete auf die U.S. Kavallerie die im letzten Moment zur Rettung mit Trompetenklang um die Ecke gebogen kommt). Naja, der Phantasie waren hier keine Grenzen gesetzt.

Bald waren wir dann auch in der kleinen Stadt Taos. Aber zuerst sind wir nur duchgefahren, denn unser eigentliches Ziel, das berühmte Pueblo, lag etwa 3 Meilen außerhalb und nördlich der Stadt am Fuße eines hohen und schneebedeckten Gipfels. Die Häuser (westlicher Bauart) um das Pueblo herum sahen ärmlich aus, und die winterlichen Gärten waren natürlich sehr braun und karg. Wir parken unseren Wagen auf einem holperigen Feld und stiefelten, warm vermummt denn hier pfiff ein eisiger Wind, dem kleinen Eingangshäuschen zu wo wir unseren Obulus entrichten mussten. Woowww, die heutigen Puebloindianer nehmen es von den Lebendigen, $10 pro Person Eintritt, und dann noch mal $10 wenn man Photos machen wollte. Naja, wir haben geblecht, denn so eine Gelegenheit wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Das Pueblo von Taos ist wohl das best erhaltene aller Pueblos in den U.S.A.- Aber was ist ein Pueblo eigentlich? Die Indianer hier haben irgendwann um 1400 angefangen einzelne Räume aus Abdobe (also Lehm und Stroh) zu bauen und die dann aneinander geklebt, und schließlich in die Höhe gebaut. Heute sieht man bis zu 5 Stockwerke hoch, aber all diese Räume sind nicht miteinander verbunden, sondern sind alles Einzel-Einraumwohnungen. Früher gab es auch kaum Fenster (nur kleine Löcher) und keine Türen zu diesen Behausungen. Man erreichte das Innere durch Öffunungen in der Decke des Flachdaches (das war auch ein Verteidigungsmittel, denn man zog einfach die Leiter auf´s Dach und Angreifen mussten dann die Mauern erstürmen). Das Loch im Dach diente als Einstieg und gleichzeitig als Rauchfang für die Herdstelle. So lebten viele der Indianer hier in der gegend in diesen Pueblo-Burgen. Und das Pueblo hier in Taos ist immernoch von Indianern bewohnt und auch nur teilweise den Besuchern zugänglich. - Obwohl ich $10 für das Photographieren bezahlte, sollte man trotzdem keine Bilder der indianischen Bewohner machen, oder man muß sie vorher um Erlaubnis fragen (was manchmal, aber nicht immer, gegen einen zusätzliches Entgelt, erlaubt wird). Die Indianer hier leben sehr zurückgezogen und erlauben die Touristen nur in einige wenige Teile ihres Pueblos, so darf zum Beispiel das "Kiva" (das ist das Meditationshaus und das Allerheiligste der Leute hier) überhaupt von Fremden nicht betreten werden (und von den Indianern dürfen nur die Männer an den Zeremonien teilnehmen).

Wir liefen also für eine Weile außerhalb dieses mächtigen, ältesten bewohnten Gebäudes der U.S.A. herum. Ein paar der kleinen Räume waren als Souvenirladen offen und man hatte ein Feuer im Kamin um sich aufzuwärmen. Draußen im Hof standen auch zwei bienenkorbförmige Öfen und man konnte Brot was nach Indianerart gebacken war kaufen. Haben wir getan, hmmm, das war lecker. Dann haben wir noch etwas Silberschmuck eingekauft (und wegen dem etwas trägen Geschäft sogar etwas Rabatt bekommen). - Hier sah alles aus wie in einem Karl May Buch beschrieben, das braune Pueblo, mit lila oder grünblauen Fensterrahmen, und dahin die majestätischen hohen Berge Neu Mexikos. Es war herrlich sowas mal mit eigenen Augen zu sehen. Außer uns waren kaum Touristen da, und man konnte sich wie wirklich in frühere Zeiten zurückversetzt finden, bis dann der Vize-Häuptling im schweren Ford Explorer in Pueblo gerollt kam.

Die Indianer hier waren übrigens sehr kriegerisch. Schon zu Zeiten als die Spanier um 1600 in Santa Fe wohnten und dort ihre Haciendas gründeten, haben die Indianer da oft mal angegriffen und sich ein wenig die außerhalb liegenden Farmen geplündert und Pferd und Frauen gestohlen. Mehrmals haben die Spanier und später die Mexikaner und dann die Amerikaner kleinere und größere Kriegszüge durchgeführt, mit oft grauenvollen Resultaten: Bei einem dieser Rachefeldzügen hatten sich die Indianerfrauen und Kinder von Taos in die Missionskirche geflüchtet, aber man hat sie trotzdem nicht verschont und die Kirche sammt Menschen einfach angezündet, danach hat es über 150 Jahre gedauert bis eine neue Kirche für die Indianer errichtet wurde, denn ihnen war für eine lange Zeit die Lust auf den westlichen Gott vergangen. Noch heute sind die Indianer hier nicht nur Anhänger ihrer alten Traditionen, sondern oft noch der alten indianischen Götter.

Nach diesem hochinteressanten Aufenthalt bei den Pueblo Indianern, sind wir die paar Meilen wieder zurück in´s Dorf gefahren. Einer der Gründe daß wir nach Taos wollten war Una´s Familiengeschichte. In den 40ger Jahren war Una´s Großvater, der Dichter Robinson Jeffers, mit Familie für eine Zeit hier in Taos gewesen. Er kam damals auf Einladung von Mable Dodge Luhan (auch manchmal Lujan geschrieben). Diese Dame war eine sehr reiche Frau aus dem Staat New York, die sich gern mit berühmten Leuten umgab, um sie ihren Nachbarn vorzuführen. Leute wie D.H.Lawrence (ein Schriftsteller), die Malerini Geogia O`Keefe, Leo und Gertrud Stein (Gertrude war ein Schriftstellerin und Leo, als Galleriebesitzer, hat in Paris wesentlich dazu beigetragen das Pablo Picasso berühmt geworden ist), aber auch der Photograph Ansel Adams wurden von ihr für mehrere Monate in ihre Villa hier in Taos eingeladen. Und so sind auch Una´s Großvater mit den Zwillingen (also Una´s Vater und Onkel) für einen Sommer hier gewesen. Es war schon etwas erstaundlich daß Una´s Großvater Robinson, der ein so zurückgezogener Mann war, so etwas mitmachte und sich so in die High Society der damaligen Zeit einbinden ließ. Aber Una meinte, es sei wohl ihre Großmutter Una gewesen, die gerne in Gesellschaft war und ihren Mann wohl dazu überredete hierher zu kommen. -- Lustig fand ich, als wir später in Santa Fe im Museumsladen des Indianermuseums ein Buch über Mable Dodge Luhan sahen, und ich durchblätterte, und sofort auf ein Photo von Una´s Vater hoch zu Ross erblickte. Schon was, wenn man seinen Schwiegervater in einem Buchladen wiederfindet. Die Verkäuferin hinter der Theke hat ganz schön dumm geguckt als ich Una zurief daß ihr Vater und Großvater hier im Buch sind.

 
 
-4-
..... stay tuned for more soon
.... mehr gibt es später... also wieder bald wieder reinschauen


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